Rezensionen zum "Stadtplan vom alten Dresden um 1930" (2. Auflage)

DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN/
10.11.2008

"Wachstums"- Dokumente
Historische Stadtpläne belegen Stadtentwicklung

Nachdem inzwischen, herausgegeben vom Drei Kastanien Verlag Wittenberg, eine vollständige Reprint-Ausgabe des Dresdner Einwohnerbuches von 1940 voliegt (DNN berichteten), gibt es jetzt bereits in einer zweiten Auflage dazu einen halbwegs passenden
Stadtplan vom damaligen Dresden. Erschienen ist diese Reprint-Karte aus dem Jahre 1930 mit dem dazugehörigen Straßenverzeichnis im Sonnenblumen-Verlag Dresden.
Vor allem älteren Dresdnerinnen und Dresdnern, die in den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts bis zur Zerstörung von Dresden kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges ihre Kindheit und Jugend im alten Dresden erlebt haben, werde dieser Nachdruck eines historischen Stadtplanes des einstigen renommierten Verlags C.C. Meinhold & Söhne sicher an manche Begebenheit aus ihrem und dem städtischen Leben erinnern, schreibt Verlagsleiter Michael Schmidt in einem kurzen Vorwort. Jüngeren könne der Plan eine wichtige Hilfe sein, um sich beim Lesen historischer Quellen im damaligen Dresden besser orientieren zu können.
Der Plan im Maßstab 1: 15000 berücksichtigt die Eingemeindungen der Dresdner Vororte, die es bis 1921 gab, die von 1930 noch nicht.

Zeitungsausschnitt/Sächsische Zeitung/Rezension zum Stadtplan vom alten Dresden um 1930 2. Auflage
SÄCHSISCHE ZEITUNG/
27.10.2008

-Dresdner Geschichte-

Stadtplan von 1930 jetzt in zweisprachiger Auflage

Vor rund drei Jahren erschien im Sonnenblumen-Verlag die erste Auflage des Dresdner Stadtplanes von 1930. Dank des "hauseigenen" Verlagsübersetzers Dr. Bond, einem Muttersprachler aus Großbritannien, gibt es nun den Begleittext der zweiten Auflage des Stadtplanes in Englisch. Das wird vor allem ausländische Interessenten freuen, die sich für das alte Dresden begeistern, erklärt dazu Verlagsinhaber Michael Schmidt.
Rezension zum "Stadtplan vom alten Dresden um 1930" (1. Auflage)
Zeitungsausschnitt Dresdner Stadtteilzeitung/Rezension zum Stadtplan vom alten Dresden um 1930
DRESDNER STADTTEILZEITUNG/ AUSGABE 10,
OKTOBER/NOVEMBER 2007

Serie: Historische Stadtpläne

Dresden zur Zeit der Weimarer Republik

von Theodor van Bernum
Der bereits im Mai 2005 erschienene Reprint des historischen Stadtplanes vom alten Dresden um 1930 des renommierten ehemaligen Dresdner Druckhauses und Verlages C.C. Meinholdt &

Söhne stellt einen publizistischen Beitrag des Sonnenblumen-Verlages zum 800-jährigen Stadtjubiläum Dresdens 2006 dar. Er ist der erste veröffentlichte Plan der historischen Dresdner Stadtpläne. Das gesamte Kartenwerk stellt eine wertvolle Grundlage für stadt- und kulturhistorische Studien zu Dresdens Stadtentwicklung dar. Das Stadtgebiet Dresdens ist im Plan von 1930 insgesamt im Maßstab 1:15.000 dargestellt. Zur besseren Orientierung sind die Straßenzüge verbreitert abgebildet. Ein gesonderter Detailplan zeigt das Stadtgebiet der heutigen Altstadt im Maßstab 1:10.000 in der rechten obereren Planecke.

Dresden kurz vor der größten Ausdehnung

Die Einwohnerzahl von Dresden betrug 1925 bereits 619.000 und stieg weiter an. Das Dresdner Stadtgebiet wucherte dabei immer tiefer in das Umland hinein. Allein von 1892 bis 1913 wurden 19 Vororte nach Dresden eingemeindet. Der historische Stadtplan von 1930 berücksichtigt bereits alle Eingemeindungen bis 1921. Die Eisenbahnlinien und vor allem Dresdens weit verzweigtes Straßenbahn- und das dichte Straßennetz sicherten den ehemaligen Vororten wie beispielweise Pieschen eine verkehrstechnische Anbindung an das sich kontinuierlich ausdehnende Stadtgebiet. Da sich die ständig fortsetzende Expansion sowohl bau- als auch verkehrstechnisch zunehmend problematischer gestaltete, forderte der damalige Oberbürgermeister Otto Beutler bereits im Jahre 1913 in einer Denkschrift einen allgemeinen Bebauungsplan für Dresden und seine Umgebung. Die darin enthaltenen Forderungen nach einer großräumigen und gleichzeitig flexiblen Planung gehen weit über die seinerzeits gültige Bauordnung von 1905 hinaus und lassen bereits erste regionalplanerische Ansätze erkennen. Der Erste Weltkrieg vereitelte jedoch die Umsetzung dieser fortschrittlichen Planungen zur Steuerung der weiteren Dresdner Großstadtentwicklung. Erst in den so genannten „Goldenen Zwanziger Jahren“ fand der geordnete Dresdner Städtebau wieder eine nennenswerte Fortsetzung wie beispielsweise das 1930 eröffnete Deutsche Hygienemuseum belegt.

 
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